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Mrz 302012
 
 Hautprobleme durch Barfußtraining  30. März 2012  Gesundheit Tagged with:

Karateka trainieren barfuß. Das ist unter freiem Himmel manchmal sehr schön, am Strand macht es echt Spaß (wobei das anstrengend ist und man Plattfüße bekommt), aber unter bestimmten Bedingungen ist es unangenehmen, besonders wenn man sich dabei irgendwas fängt. Die Gefahr sich eine Hauterkrankung durch das Barfußtraining, unter der Dusche oder im Umkleideraum zu holen ist bekanntermaßen nicht gering.

Das Thema ist schon so unangenehm genug, aber jemand anders um Rat fragen? Eigentlich wollte ich keine anonymen Fragen beantworten, aber die Frage „Was kann ich gegen Fußpilz tun“ hat mich nun schon so oft erreicht, daß auch ich meine Hürde des Anstands nehme und einen Tipp dazu abgebe.

Salz

Menschen fahren bei Hauterkrankungen ans Meer um Linderung zu verspüren, ein Salzbad hilft bei Akne, Schuppenflechte und anderen Hauterkrankungen. So mancher Teenie würde sich wundern, wie einfach und ohne weitere Kosten Pickel in den Griff zu kriegen sind (hab ich selbst gesehen):

Man rühre eine gesättigte Meersalzlösung an. Hierzu nimmt man lauwarmes Wasser und rührt so viel Salz ein, bis sich weiteres Salz nicht mehr auflöst. Anschließend nimmt man ein Stück Küchenkrepp, faltet es ein paar Mal und lässt es sich in der Lösung zur Hälfte vollsaugen. Dann trägt man die Lösung mindestens einmal täglich, großflächig auf die betroffene Stelle und ein gutes Stück darüber hinaus (auch mehrmals) auf.

Anschließend lässt man das ganze trocken, diesen Vorgang kann man mit ein wenig fecheln beschleunigen. Das Salz trocknet nun wieder aus und es bildet sich eine weiße Salzschicht. Diese wird nicht entfernt, sondern Socke drüber und beim nächsten Duschen wieder abwaschen.

Es brennt …

… und ist auch u. U. ganz schön unangenehm, aber es wirkt. Schon nach wenigen Tagen erholt sich die Haut merklich und die krankhafte Hautveränderung wird „zurückgedrängt“. Die Prozedur muss man schon einige Zeit ertragen und kann eingestellt werden, wenn die Haut sich wieder ganz normal anfühlt (beim abtasten) und keine „Schuppenbildung“ oder gerötete Stellen mehr vorhanden sind.

Natürlich kann man so auch ein Fußbad „zubereiten“ und die Füße solange darin baden, wie es angenehm ist, aber der Aufwand ist dann ein wenig höher. Zu empfehlen ist übrigens grobkörniges Meersalz ohne Jodzusatz.

Grundsätzlich gilt: Je länger die Bade- oder Einwirkdauer umso wirksamer ist die Lösung.

Die Alternativen

Die Mails die mich erreicht haben geben folgendes Bild: Die Behandlung mit Cremes und anderen „Medikamenten“ ist bisher langwierig gewesen, hat Geld gekostet und in den meisten Fällen nicht oder nur kurz gewirkt. Die Behandlung mit der Salzlösung / dem Fußbad ist auch langwierig, macht sich aber den Umstand zunutze, daß Pilze es feucht mögen und das Salz legt den Fuß trocken. Sie ist bedeutend günstiger und wirkt zudem antiseptisch (da hat man auch gleich ein Mittel gegen den gemeinen Käsefuß 😉 ).

Wenn man sich unsicher ist, Arzt aufsuchen

Ich bin kein Mediziner, daher ist dieser Tipp auf eigene Verantwortung anzuwenden (der Form halber schließt der Autor jegliche Haftung aus). Im Zweifel sollte man bei Erkrankungen immer einen Arzt aufsuchen und sich medizinisch behandeln lassen.

Kein Aprilscherz

Dieser Beitrag ist kein Aprilscherz, der nächste handelt aber sicher wieder von einem angenehmeren Thema.

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