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Welchen Sport kann ich, auch im hohen Alter noch betreiben ohne gesundheitliche Risiken einzugehen?

Es gibt eine einfache Antwort:
Karate

Es gibt einen einfachen Nachweis:
Schauen Sie mal rein, in ein Dojo in Ihrer Nähe

Die besten und elegantesten Karatekas, die größten Meister, sind die Ältesten !

Ganzheitlicher Ansatz

Karatetraining ist ein ganzheitliches Trainingssystem, dass den Menschen an sich im Mittelpunkt sieht, mit all seinen individuellen Fähigkeiten und Eigenschaften.

Psyche, Physis, Bewusstsein und Verhalten werden gleichermaßen berücksichtigt wie nachhaltig (positiv) konditioniert. Außerdem erfährt man durch das Training eine Stärkung des Selbstbewusstseins, was in kritischen Situationen und zu deren Bewältigung von Vorteil ist.

Karate und Gesundheit

Das Training steigert sich in kleinen Schritten und stets individuell. Obwohl in einer Trainingseinheit eine große Zahl Karateka unterschiedlicher Leistungsstufen miteinander trainieren kann, ist durch gegenseitige Rücksichtnahme, die übrigens zur Pflicht gehört, die stufenweise Heranführung an das Thema Karate inhaltlich, sportlich und technisch problemlos möglich.

Durch die Form des Trainings vollzieht sich ein langsamer, beständiger Aufbau. Muskeln, Gelenke, Herz- Kreislaufsystem erfahren ebenso eine wohltuende Bewegungstherapie wie Geist und Nerven.

Die Geschwindigkeit legen Sie selber fest. Und Ihr Trainer hilft Ihnen Grenzen zu erkennen.

Man benötigt für Karate keine besonders großen Kräfte. Als Anfänger führen Sie alle Techniken im erhobenen Stand aus; die Komplexität der Bewegungen ist nicht groß und die Anforderungen an den Körper können Sie individuell steuern.

Erst mit den Jahren werden die Techniken schneller, der Stand tiefer, die Bewegungen komplexer, da sich die körperlichen Fähigkeiten durch das Training nachhaltig verbessern. Einige Techniken finden Sie sogar in der Krankengymnastik wieder. Vitalpunktstimulation und Stärkung wesentlicher Muskelgruppen und Körperfunktionen sind integraler Bestandteil jeder Trainingseinheit.

Weiter Informationen hierzu finden Sie z.B. in:
Bubishi the bible of karate bzw.
Bubishi. An der Quelle des Karatedô (Taschenbuch) von Roland Habersetzer (Autor), Frank Elstner (Übersetzer)
Klassisches Karatedo von Werner Lind

Zu Beginn wird man bei jüngeren Karateka gleicher Stufe, schnellere Fortschritte im Training erkennen, was man der besseren Kondition und körperlichen Verfassung zuschreiben kann. Aber schon nach kurzer Zeit spürt man: Ausgeglichenheit, geistige Überlegenheit und Motivation sind wesentlich stärkere Faktoren im Trainingsfortschritt.

Lassen Sie sich einmal überraschen, wie verbissenes Training der jüngeren Generation/-en zur Trainingshürde wird und wie leicht es Ihnen gelingt, grade wegen des höheren Alters, dem Training mit Gelassenheit zu begegnen.

Das Training in einem Karate Dojo kann man durchweg als professionell bezeichnen. Die Karate Verbände und Organisationen in Deutschland legen Wert auf eine gute Ausbildung der Trainer. Organisation und Kooperation mit den Landes- bzw. Bundes-Sportverbänden sind obligatorisch.

Aufwärmen, Dehnen, den Körper auf das Training vorbereiten

Das gehört zum guten Ton in einem Dojo und bereits zur Förderung des allgemeinen Wohlbefindens. Abwärmen, Entspannen und vielleicht ein kühles Getränk in guter Atmosphäre, machen den Trainingsalltag zu einem angenehmen Erlebnis und das Training zu einer risikofreien Zone.

Im Training finden Sie abwechslungsreiche Elemente:

  • Anspannung : Entspannung
  • Schnell : Langsam
  • Stark : Weich
  • einfache monotone Wiederholungen : Komplexe konzentrationsfördernde Kombinationen
  • Einzelübung : Partnertraining

Außerdem finden Sie in Training und Technik folgende gesundheitsfördernde Aspekte:

  • Dehnen und Strecken
  • Erweiterung des Aktionsradius der Gelenke
  • Aufbau im Alltag selten genutzter Muskeln
  • Gezielte Atemtechnik und Atem-Kontrolle

Häufig wird Karate in unterschiedlichen Gruppen unterrichtet:

  • nur Anfänger
  • nur Fortgeschrittene
  • alle gemeinsam

Auch dadurch wird das Training sehr abwechslungsreich, erfährt man doch so unterschiedliche Eindrücke der eigenen Leistungsfähigkeit und Grenzen.

Wenn Ihr Bild des Karate durch Erfahrung, Medien und Berichterstattung noch das einer mystischen, kräftezehrenden Kampfsportart für junge Menschen ist, werden Sie bereits über ein Probetraining oder den Besuch einer Trainingseinheit leicht erkennen:

Karate ist gerade im fortgeschrittenen Alter eine hervorragend geeignete Sportart um dem Körper Gutes zu tun.

Karate und Karatekas

Im Karate treffen Sie freundliche und offene Menschen. Die meisten Dojos pflegen ein harmonisches, fast familiäres Vereinsleben, das um gesellschaftliche Anlässe bereichert, schon einmal die ganze Freizeit ausfüllen kann.

Wer genügend Erfahrung und Engagement mitbringt, unterstützt häufig bei organisatorischen Aufgaben, der Jugendarbeit, oder, nach erfolgreichen Trainingsjahren, in der Unterrichtung neuer Vereinsmitglieder.

In einem ordentlichen Dojo finden sich keine Schlägertypen und Sie werden auch nicht zu einem ausgebildet. Um die Philosophie des Karate-Do kennenzulernen sollten Sie einmal Karate-Do von Gichin Funkaoshi lesen. Viele traditionelle Dojos und deren Schüler in Deutschland trainieren und leben Karate in der dort beschriebenen Form; nicht ganz so romantisch, dem Zeitgeist angepasst, aber im Grunde nach denselben Regeln.

In Asien verbindet man mit dem Alter wertvolle Lebenserfahrung und Weisheit.

Karate als Kampfkunst ist eine Kunst für das Alter. Karate lässt sich als Sport, als Kampfsport, nur einen kurzen Lebensabschnitt lang betreiben. Karate als Kunst, wächst mit den Jahren und wird im Alter perfektioniert.

Und was nun?

Etwas gegen Bewegungsarmut tun, motorische Fähigkeiten erwerben oder erhalten, einen anderen Blick auf das Alter werfen und nette Menschen treffen. Wenn Sie sich einmal mit einem Karateka in Ihrem Alter unterhalten, werden Sie schnell erkennen: Der macht das aus Spaß, Überzeugung und voller Elan, denn es passt zu seiner Lebenssituation.

Bitte beachten Sie, daß Karate aufgrund der möglichen Belastungsintensitäten nicht unbedingt für Herzpatienten geeignet ist.
Sind Sie sich unsicher, ob Karate zu Ihrer aktuellen Kondition passt, sollten Sie vor dem Einstieg in das Training Ihren Hausarzt konsultieren. Diese Empfehlung gilt im übrigen für jegliche Sportart, im Besonderen, wenn Sie nach längerer Trainingspause, wieder eine sportliche Aktivität aufnehmen wollen.

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... macht Shotokan Karate, ist DOSB C-Trainer (Karate) und schreibt hier seit 2002 über Karate, notiert Grundlageninformationen (um sie nicht zu vergessen), dokumentiert Ideen und greift Fragen zu Karate und Kampfkunst auf. google+ Profil
Andreas Sturm
Shotokan Karate und Bushido, der Weg des Kriegers
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Zuletzt geändert 22.04.2013 15:11