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Nov 042012
 
gleichgewicht_karate

Im Karate gilt es, zahlreiche Aspekte bezüglich des Gleichgewichtes zu beachten und einige Hürden zu nehmen. Es folgen ein paar Beispiele.

Grundschule (Kihon)

  • die Stände im Karate sind für Anfänger ungewohnt  (Zenkutsu Dachi, Kokutsu Dachi, Kiba Dachi) und laden schon bei kleinen Fehlern zum Straucheln ein
  • die Haltung der Hüfte entscheidet maßgeblich über einen festen Stand
  • weite Ausfallschritte in unterschiedlichen Ständen erfordern eine Gewichtsverlagerung zum richtigen Zeitpunkt und auf richtiger Höhe
  • das Gehen in den Ständen ist eine Herausforderung
  • Fußtechniken wie Yoko Geri, Mawashi Geri, Ushiro Geri sind „Balancekiller“
  • Kombinations-Fußtechniken und gesprungene Techniken erfordern ein hohes Maß an Koordinationsfähigkeit

Kata (Form)

  • es werden weite Wendungen um die Körperachse durchgeführt, nach der Wendung muss man schulterbreit stehen, ist der Stand zu schmal, kippen Anfänger tatsächlich um
  • Seitwärtsbewegungen  in Kiba Dachi erfordern gute Körperbeherrschung (Tekki Kata)
  • der feste Stand auf nur einem Bein in unterschiedlicher Höhe unter Ausführung einer Hand- bzw. Einleitung einer Fußtechnik kommt in vielen Kata vor (Anfänger z.B. schon bei 2. Kata Heian Nidan)
  • tiefe Stände, z.T. auch knieend und aus einem Sprung heraus (z.B. Kata Empi, Gankaku, Heian Godan) erfordern viel Geschick
  • der Wechsel von hohen zu tiefen Ständen und umgekehrt verlangt einiges an Übung

Kumite (Freikampf, Randori)

  • der Stand muss stabil aber ausgeglichen locker sein, diese Balance muss man spüren
  • ist man nicht ausbalanciert, wird man statisch und kann sich nicht mehr fortbewegen
  • bewegt man sich falsch zum Gegner kann man bald nicht mehr sauber ausweichen und wird das Gleichgewicht verlieren
  • bei einer Fußtechnik müssen Oberkörper, Rumpf und Standbein kontrolliert werden, sonst wirkt die Kraft auf einen selbst und man kippt um
  • der Gegner kann und darf Fußfeger, Aushebeltechniken und z.T. auch Würfe ansetzen, steht man nicht gut oder kann man sich nicht aus so einem Angriff herausbewegen, wird man fallen / „gefällt“
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Was sind die koordinativen Anforderungen an den Karatesport in Bezug auf den Gleichgewichtssinn?, 5.0 out of 5 based on 4 ratings