MACH MIT!
Feb 202012
 

Gute Frage. Für perfektes Karate trainiert man jedenfalls ein Leben lang. Interessant wäre auch, ob man Karate immer mit einem Ziel vor Augen trainiert oder irgendwann der Weg das Ziel wird. Karate-Do, Weg der Leeren Hand, Weg des Leeren Selbst … wenn man einmal eine Trainingspause eingelegt hat, merkt man deutlich, daß man an Perfektion und Kraft verloren hat, ist ein Meister dann kein Meister mehr? Und wenn man alt wird, verliert man seinen Status? Alte Meister legen angeblich ihren wohl verdienten Status wieder ab, ziehen einen weißen Gurt an und der Kreis schließt sich wieder.

Wenn man ein „wahrer Meister“ ;o) ist, dann sicher nur für kurze Zeit. Trainiert man längere Zeit Shotokan Karate, verändert sich die Perspektive: Man lernt sicher seine Grenzen kennen.

Tatsache ist: man kann Prüfungen ablegen und einen höheren Grad erreichen, man wird durch andere beurteilt und Entwicklung, Fähigkeiten, Werdegang und vielleicht ein besonderer Verdienst um Shotokan Karate werden belohnt, ob man sich jedoch meisterlich fühlt, bestimmt man selbst.

Vielleicht sollte man Meister durch Lehrer ersetzen, auch wenn dann einige Aspekte der „asiatisch meisterlichen Person“ verloren gehen (er ist eher ein „Weg Zeiger“). Es gibt gute Lehrer und schlechte. Es gibt Lehrer mit Schülern, gibt es Lehrer ohne Schüler? Es gibt Lehrer denen man Respekt entgegenbringt. Gibt es Meister, die nur unterrichten? Kann ein Meister ohne Respekt existieren, nur als guter Lehrer?

Hat man seinen 1. DAN erreicht ist man schon mal auf dem richtigen Weg, aber bestimmt nicht angekommen. Ausprobieren!

„Eins ist, vervollkommne Deinen Charakter“.

Große Meister messen sich an großen Aufgaben. Sich persönlich weiter zu entwickeln ist bestimmt eine meisterhafte Übung. Als Meister müsste man anderen den Weg zeigen können. Also muss man den größten Teil des Weges schon kennen, das ist nicht leicht und dauert lang.

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