MACH MIT!
Jul 052011
 

Am 19.07.2011 erscheint bei Ascot-Elite der Film High Kick Girl der in Japan sehr erfolgreich war. Rina Takeda übernimmt im Film die Hauptrolle. Der Film erscheint unzensiert und in voller Länge in Deutschland.

ZUR VERLOSUNG HIGH-KICK-GIRL

Genre: Action
Laufzeit: 78 min. PAL Color
Regie: Fuyuhiko Nishi
Darsteller: Rina Takeda, Tatsuya Naka
Originaltitel: Hai kikku gâru!
Produktionsland: Japan 2009
Altersfreigabe 18
Bildformat: 1.78:1 Anamorphic Widescreen 16:9

FSK 18, das stört mich am Film am meisten. Gewaltfrei und harmlos kommt High-Kick-Girl nicht daher, da aber die Zielgruppe des Films deutlich bei den älteren Jugendlichen liegt und die Gewaltdarstellungen wenig authentisch sind, ist die Altersfreigabe nicht nachvollziehbar.

Wer z. B. den ab 16 freigegebenen Film Assassins 13 gesehen hat, wird meine Zweifel an der FSK verstehen. Zumal der Film Gewalt und deren Einsatz nicht verherrlicht und „blutrünstig“ ist er keineswegs, aber dazu später mehr.

Ethik des Karate

Fragen und Zweifel sind zentrales Element des Films. Die sonst in Dojos und anderen „Karate-Medien“ wenig spektakulär aufgeworfenen Fragen zum Einsatz und Sinn des Karate werden in High-Kick-Girl für junge Erwachsene wirksam und nachhaltig aufgegriffen und das in einer Art und Weise, die mir persönlich zwar nicht gefällt, aber bestimmt in unsere Zeit und das Denken „jüngerer“ Menschen passt.  Zumal die Protagonistin und deren persönliches Umfeld ebenfalls in der Gruppe U20 anzusiedeln ist.

In einem japanischen  Dojo

Schöne Bilder liefert der Film wenn es um die Innensicht eines japanischen Dojos geht, um Verhalten, Training und Respekt. Einige zentrale Leitsätze des Karate werden gut in Szene gesetzt und spätestens bei der ständigen Wiederholung einzelner Kata Sequenzen fühle ich mich inhaltlich zuhause.

Die Technik

 

Vertonung und Slowmotion wirken teilweise amüsant bis unglaubwürdig und nach authentischer Anwendung sehen die gezeigten Techniken bzw. deren Wirkung manchmal nicht aus, dafür findet man aber wenig Effekthascherei und auch kein übertriebenes Soundkonzept. Ein gut getroffener Fauststoß kling halt nicht wie eine Explosion und ein K.O. ist meist unspektakulär, schwierig, das richtge Maß zu finden.

Japaner gehen erstaunlich leicht K.O. 😉

Ein, zwei gut gezielte Schläge oder Tritte und aus ist’s. Jedenfalls im Film. Das könnte natürlich an dem Dogma liegen, das absolute Karate Techniken sofort tödlich sein müssen, da hätte ich mir aber ein wenig mehr Realität gewünscht: Schnell und platziert reicht manchmal, aber nicht immer. Anregungen für Bunkai und Training finden sich aber in den Zeitlupen, hier lohnt sich ein genaues Hinsehen.

Sätze die mir im Film gefallen

  • Wahre Stärke erlangt man nur durch die Kata
  • Wenn ihr eine Technik seht, ist es schon zu spät
  • Kraft allein erzeugt keine Technik und Technik bringt die notwendige Geschwindigkeit.

FSK 18

Nun zur Gewalt im Film und zur Handlung: Wo ist die Grenze zwischen gelebtem Selbstvertrauen und ehrunwürdigem Verhalten? Wie stabil ist man in Techniken und Geist wirklich und welchen Weg verfolgt man? Wann ist der Einsatz von Karatetechniken erlaubt?

Die Antwort des Films ist eindeutig:

„Karate dient nicht dem Angriff auf Menschen.“

Das „High Kick Girl“ ist auf der Suche nach Bestätigung der eigenen, körperlichen Stärke und Anerkennung ihrer Leistungen im Karate. Doch ihr Meister verweigert ihr den vermeinltich zustehenden Dan Grad.

Auf der Suche nach eben jener Anerkennung schlägt sich Tsuchiya durch den Anfang des Films, bis sie schließlich auf eine Organistaion trifft, die gegen Geld Schlägertrupps losschickt um die Interessen der Auftraggeber durchzusetzen. Fasziniert von dieser unbekannten Welt brennt Tsuchiya darauf die anstehende Aufnahmeprüfung zu bestehen, natürlich eine saftige Schlägerei.

Ihre Mitgliedschaft ist aber nicht das eigentliche Ziel der Mitglieder der Organisation, es gilt eine andere alte Rechnung zu begleichen.

Zu Beginn des Films fehlen Untertitel für japanische Schriftzüge. Der Film kommt (auf DVD) in deutsch und japanisch daher. Musik und Bild sind in Ordnung, die kurzen Einblicke in Karate und Kata sind sehenswert.

Insgesamt stellt der Film eine unterhaltsame, kurzweilige Form dar, einen verregtneten Nachmittag zu verbringen.

Für Karateka und solche die es werden wollen eine lohnende Investition. Bezüglich Ethik im Karate und Karate in der Anwendung lernt man mehr, als in so manch vermeintlichem Lehrfilm und das auf leichte Art.

FSK 18, das stört mich am Film am meisten. Gewaltfrei und harmlos kommt High-Kick-Girl nicht daher,
da aber die Zielgruppe des Films deutlich bei den älteren Jugendlichen liegt und die Gewaltdarstellungen
wenig authentisch sind, ist die Altersfreigabe nicht zu verstehen. Wer z. B. den ab 16 freigegebenen Film
Assassins 13 gesehen hat, wird meine Zweifel an der FSK verstehen. Zumal der Film Gewalt und deren Einsatz
nicht verherrlicht, aber dazu später mehr.Ethik des Karate, Fragen und Zweifel sind zentrales Element des Films. Die sonst in Dojos und anderen
„Karate-Medien“ wenig spektakulär aufgeworfenen Fragen zum Einsatz und Sinn des Karate werden in
High-Kick-Girl für jugendliche wirksam und nachhaltig aufgegriffen und das in einer Art und Weise, die
mir persönlich zwar nicht gefällt, aber bestimmt in unsere Zeit und das Denken „jüngerer“ Menschen passt.
Zumal die Protagonistin und deren persönliches Umfeld ebenfalls in der Gruppe U20 anzusiedeln ist.

Schöne Bilder liefert der Film wenn es um die Innensicht eines japanischen Dojos geht, um Verhalten,
Training und Respekt. Einige zentrale Leitsätze des Karate werden gut in Szene gesetzt und spätestens bei der
ständigen Wiederholung einzelner Kata Sequenzen fühle ich mich inhaltlich zuhause.

Vertonung und Slowmotion wirken teilweise amüsant bis unglaubwürdig und nach authentischer Anwendung
sehen die gezeigten Techniken bzw. deren Wirkung manchmal nicht aus, dafür findet man aber wenig Effekthascherei
und auch kein übertriebenes Soundkonzept. Ein gut getroffener Fauststoß kling halt nicht wie eine Explosion und ein
K.O. ist meist unspektakulär, schwierig, das richtge Maß zu finden.

Japaner gehen erstaunlich leicht K.O. 😉 Ein, zwei gut gezielte Schläge oder Tritte und aus ist’s.
Jedenfalls im Film. Das könnte natürlich an dem Dogma liegen, das absolute Karate Techniken sofort tödlich
sind, da hätte ich mir aber ein wenig mehr Realität gewünscht: Schnell und platziert reicht manchmal,
aber nicht immer. Anregungen für Bunkai und Training finden sich aber in den Zeitlupen, hier lohnt sich
ein genaues Hinsehen.

Sätze die mir im Film gefallen:

Wahre Stärke erlangt man nur durch die Kata.
Wenn ihr eine Technik seht, ist es schon zu spät.
Kraft allein erzeugt keine Technik und Technik bringt die notwendige Geschwindigkeit.

Nun zur Gewalt im Film und zur Handlung: Wo ist die Grenze zwischen gelebtem Selbstvertrauen und
ehrunwürdigem Verhalten? Wie stabil ist man in Techniken und Geist wirklich und welchen Weg verfolgt man?
Wann ist der Einsatz von Karatetechniken erlaubt?

Die Antwort des Films ist eindeutig: „Karate dient nicht dem Angriff auf Menschen.“ Das „High Kick Girl“
ist auf der Suche nach Bestätigung der eigenen, körperlichen Stärke und Anerkennung ihrer Leistungen im Karate.
Doch ihr Meister verweigert ihr den vermeinltich zustehenden Dan Grad.

Auf der Suche nach eben jener Anerkennung schlägt sich NAME EINFÜGEN durch den Anfang des Films, bis sie
schließlich auf eine Organistaion trifft, die gegen Geld Schlägertrupps losschickt um die Interessen der
Auftraggeber durchzusetzen. Fasziniert von dieser unbekannten Welt brennt NAME EINFÜGEN darauf die
anstehende Aufnahmeprüfung zu bestehen, natürlich eine saftige Schlägerei.

Ihre Mitgliedschaft ist aber nicht das eigentliche Ziel der Mitglieder der Organisation, es gilt eine
andere alte Rechnung zu begleichen.

Zu Beginn des Films fehlen Untertitel für japanische Schriftzüge. Der Film kommt (auf DVD) in deutsch und
japanisch daher. Musik und Bild sind in Ordnung, die kurzen Einblicke in Karate und Kata sind sehenswert.
Insgesamt stellt der Film eine unterhaltsame, kurzweilige Form dar, einen verregtneten Nachmittag zu verbringen.

Für Karateka und solche die es werden wollen eine lohnende Investition. Bezüglich Ethik im Karate und
Karate in der Anwendung lernt man mehr, als in so manchem vermeintlichen Lehrfilm.

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